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Swabian Alb

↑ IMAGE 1 – Postage stamps [palladium] + Swabian Alb

Intro

Dr. Ute Schönfeld-Dörrfuß (Kunsthistorikerin). Reutlingen, 2015.

Die Klaviatur der digitalen Fototechnik beherrscht Maks Dannecker perfekt. Mit den daraus resultierenden Möglichkeiten der Abstraktionsverfahren schafft sie neue Räume, teils irritierende, teils scheinbar vertraute Realitäten. Ihr künstlerisches Schaffen bedeutet für die Fotokünstlerin eine neue, fiktive Welt zu kreieren, die keine belehrenden Utopien vorgibt, sondern die Suche nach der Wahrnehmung erweitern will. Um dies zu erreichen, collagiert sie verschiedene reale Ebenen aus ihrem persönlichen Umfeld und schafft damit Traumhaftes und Mystisches, neue Metaebenen entstehen. So beansprucht auch das Irreale den gleichen selbstverständlichen Realitätscharakter wie die alltägliche Wirklichkeit, die selbst oft absurd erscheint. Die Vereinigung nicht zusammengehöriger Dinge auf einer Collage bedeutet eine Enttextualisierung und zielt auf die Erweiterung des Bewusstseins und der Realität ab.

Die Arbeit Maks Danneckers beruht auf der abstrahierenden fotographischen Darstellung der Vorstellungswelt, wobei die Dinge aus ihrem natürlichen raum-zeitlichen Zusammenhang herausgerissen und zu immer neuen erzählerischen Bildern zusammengesetzt werden. Ihre Fotocollagen geben die Verbindung zwischen Vorgestelltem und sinnlich Wahrgenommenem wider, indem sie in ihre künstlerische Ausdrucksweise Fragmente aus ihrem beruflichen und privaten Alltag integriert. Ihr Interesse gilt dem Hintergründigen. So inspiriert sie die eigene Auftragsfotographie zu weiterer Recherche im persönlichen und historischen Umfeld, um darauf mit ihren Ausdrucksmitteln wie Einschleusen von Fremdkörpern, Hervorheben, Verfremden und der konsequenten Anwendung digitaler Bildverarbeitungswerkzeuge zu reagieren. [...]

Auszug aus dem Einladungstext “Swabian Landscapes – Swabian Spaces”, Galerie Eiting, Reutlingen/Pfullingen © Text: bei der Autorin.


↑ IMAGE 2 – Plants + round blank


↑ IMAGE 3 – Pool