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Niravs Familie

↑ IMAGE 1 – Familienfoto im Schnee

Intro

Die Fotostrecke “Niravs Familie”, von der einzelne Bilder als Projektionen in die Aufführungen von theaterfuereinjahr eingebaut wurden, illustriert die letzte Szene des Stückes “4 LETZTE LiEDER” von Nirav Christophe.

Visualisiert werden die Erinnerungen von Flip Blijschoten an einen Spaziergang mit seinen Großeltern. Während dieses Spaziergangs im Schnee stirbt Flips Opa, kindgebliebener Tyrann und lebenslustiger Kauz, dessen ungewöhnlicher Umgang mit dem Enkel das prägende dramatische Grundmotiv des Stückes darstellt.

4 LETZTE LiEDER von Nirav Christophe: Ein alter Mann, Flip Blijschotten, erinnert sich im Sterben schlaglichtartig an die Stationen seines Lebens. Seine Bilanz: Gleichgültigkeit. Untermalt mit Motiven aus den „Vier letzten Liedern“ von Richard Strauss, werden seine Erfolge als Starfrisör, die Trennung von Frau Nina und Sohn Joost, die erste Verliebtheit und die Erinnerungen an seinen Großvater, kindgebliebener Tyrann und lebenslustiger Kauz, vorgestellt – und dies in umgekehrt chronologischer Erzählstruktur. Ein nicht ungefährliches Unterfangen, wird doch dem Publikum die gewohnte Kausalkettenbildung unausweichlich verwehrt.

Flip erinnert sich an den Spaziergang im Schnee, damals, als er 12 Jahre alt war. Er sollte Opa die Mütze abnehmen. Immer hatte Opa diese Mütze auf. Aber jetzt nicht, sagt Oma. Und Opa sagt gar nichts mehr.
Er stirbt. Opa war ein besonderer Mensch für Flip: „Ich rannte nach unten in den Keller, ein paar Worte, die ich nicht verstand und dann baute er schweigend mit mir, neben sich, nutzlose Dinge immer wieder von anderen Dingen. Nie einfach so.“